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Mit dem Fahrrad von Schwerin nach Holland: Amsterdam - Den Haag - Rotterdam

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Holland
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920 km
Icon_Schwierigkeit
11 Tage

Etappe 1: 501 Kilometer durch Mecklenburg Vorpommern und Niedersachsen

Mal wieder stand eine längere Radtour auf dem Plan. Diesmal wollten wir zwar nach England – aber ohne zu fliegen. Wir fanden: fahren wir doch einfach mal los und schauen, wie weit wir kommen. Die Richtung stand damit fest und damit ging es erst mal in Richtung Westen. Wir fuhren ein stück hoch nach Norden mit der Bahn, um nicht immer wieder die gleichen Strecken zu fahren – wir starteten also in Schwerin. Dass dies eine Radtour durch Holland werden würde, ahnten wir hier nur.

Von Schwerin fuhren wir am Schaalsee entlang über Möln in Richtung Hamburg. Wir entschieden uns nicht durch die Stadt zu fahren, sondern knapp unter Hamburg vorbei den Elberadweg zu kreuzen. Wir übernachteten dann etwas weiter von Hamburg entfernt in Stemmen in einem süßen Landhotel dem „Landgut Stemmen“.

Und kurz unter Hamburg ging es dann los: 300 Kilometer Bauernhöfe, Maisfelder, Kornfelder und zwischendurch ein paar Pferde. Am Anfang war das noch ganz spannend aber wir waren dann doch irgendwann froh, als wir über die holländische Grenze kamen und sich die Landschaft etwas abwechslungsreicher zeigte. Trotzdem muss man zugeben, dass so viel Natur ganz schön toll ist. Und was uns besonders aufgefallen ist: die Menschen hier sind unfassbar freundlich. Egal wo wir stehen blieben wurden wir sofort angesprochen – ob wir Hilfe beim Finden des Wegs brauchten oder Tipps für Übernachtungen oder einfach nur unser Wasser nachfüllen.

Endlich Holland - Wasser - Windmühlen - Kühe und Brücken

Von Nordhorn über die Grenze nach Denekamp

Wir wollten es unbedingt noch über die Holländische Grenze schaffen. Sind dann zuerst über den „Hase-Radweg“ (Das ist ein Fluss…) und dann von Lingen aus am Ems-Vechte-Kanal direkt in Richtung Nordhorn gefahren und dort weiter am Nordhorn-Almelo Kanal nach Denekamp. Das war schon mal ein schöner Einblick in die tollen Wasserwege, die auf uns warteten. Irgendwie hatten wir eine etwas spektakulärere Grenze für’s Foto erwartet. Laut Google war hier die Grenze, am alten Zollhaus. Da hier auch das erste holländische Radweg-Schild auftauchte, glaubten wir Google mal. Holländische Grenze nach 501 Kilometer.

Wind und Windmühlen

…Windmühlen hatten wir eigentlich ziemlich viele erwartet in Holland. Das sind aber die einzigen, die uns begegnet sind, scheinbar stehen die Windmühlen woanders in Holland. Wir waren trotzdem froh sie zu sehen. So fühlt man sich beim Radfahren gleich viel holländischer.

Neben Windmühlen gibt es in Holland natürlich auch sehr, sehr viele Brücken über die unzähligen Grachten und Wassergräben, die die Landschaft durchziehen.

Was für ein Bild hat man im Kopf, wenn man an eine Radtour durch Holland denkt (neben Käse und Amsterdam)? Natürlich flache Wiesen, Grachten, super Fahrradwege, weite Felder und ganz viele Kühe (damit denkt man dann wieder an Käse).

Unsere Highlights bis Amsterdam? Zum Beispiel Abcoude, einem kleinen Vorort von Amsterdam, wo wir in einem kleinen Hotel direkt am Kanal übernachteten. Mit kleinen Brücken und alten Häusern, die wie es scheint alle an einem Kanal liegen. Man muss bloß aufpassen, dass man in seine Tourenplanung mögliche Fähren mit einrechnen sollte. Wenn man Pech hat, fährt die letzte Fähre um 18 Uhr aber es ist schon kurz nach 20 Uhr.

Amsterdam - Den Haag - Rotterdam

Amsterdam – die Fahrradhauptstadt

Wir waren beide schon in Amsterdam, deshalb wollten wir nur mal schnell durchradeln. Wir waren trotzdem wieder einmal begeistert, wie viele Radfahrer es hier gibt (natürlich alles Hollandradfahrer). Man muss sogar etwas aufpassen und seinen Fahrstil anpassen, da man sonst leicht mal umgefahren wird. Die Holländer fahren nämlich ganz schön schnell.

Amsterdam – die Fahrradhauptstadt

Wir waren beide schon in Amsterdam, deshalb wollten wir nur mal schnell durchradeln. Wir waren trotzdem wieder einmal begeistert, wie viele Radfahrer es hier gibt (natürlich alles Hollandradfahrer). Man muss sogar etwas aufpassen und seinen Fahrstil anpassen, da man sonst leicht mal umgefahren wird. Die Holländer fahren nämlich ganz schön schnell.

Amsterdam ist auch nach dem X. Besuch immer wieder toll. Man sollte nur versuchen sich etwas abseits von den Touristenmassen aufzuhalten, dann findet man ruhige kleine Straßen mit malerischen Grachten und tollen kleinen Kaffees.

Da wir weiter in Richtung Rotterdam und ans Meer wollten, hielten wir uns nicht allzu lange in Amsterdam auf. Wir machten aber noch im etwa 20 Kilometer entfernten Haarlem halt und stellten fest, dass es hier fast noch schöner war als in Amsterdam. Definitiv einer unserer Favoriten auf der Reise. Einen Kaffee sollte man auf dem wunderbaren „Groote Markt“ trinken.

Dann ging’s ans Meer – wir sind von Roigenhoek direkt hoch zur Nordsee gefahren und waren begeistert von dem wunderbaren Radweg, der kilometerlang durch die Dünen am Meer entlang führt. An kleinen Küstenstädchen vorbei, immer zwischen den Dünen nach Scheveningen sind wir dann nach Den Haag. Eigentlich wollten wir bis Rotterdam durchfahren, leider machte uns der Regen einen Strich durch die Rechnung und wir fuhren das letzte Stück mit dem Zug.

Rotterdam – Spielwiese für Architekten…

In Rotterdam fuhren wir erst einmal über die Erasmusbrücke im Regen über die Maas mit Blick auf die Skyline Rotterdams. Man sieht schon, dass es sich bei dieser Stadt um eine Spielwiese verschiedener bekannter Architekten handelt…

Toll und auf jeden Fall einen Kaffee und ein Stück Kuchen wert ist das Hotel New York im Hafen von Rotterdam. Man fühlt hier noch, wie Glücksuchende vor 100 Jahren hier nach Amerika aufbrachen. Interessant ist auch die Mischung aus merkwürdiger moderner Architektur und altem Flair am „Oudehaven“ mit Blick auf das Kubushaus von Piet Blom. Wie gesagt, Rotterdam und merkwürdige Architektur…

…und natürlich Gouda

Von Rotterdam fuhren wir in einer Tagestour wieder zurück nach Amsterdam, wo wir mit dem Zug wieder zurück nach Berlin aufbrachen. Aber nicht ohne einen Stopp in „Gouda“ zu machen. Wir hatten ein wenig Respekt vor dem zu erwartenden Touristen-Programm, waren dann aber sehr überrascht über das hübsche Städtchen mit dem beeindruckenden gotischen „Stadthuis“ von 1450. Und Käse gab es natürlich auch…

Die Strecke

Start:
Schwerin (DE)
Ziel:
Rotterdam (NL)
Holland
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